LeaderShip – Ein Zauberwort für Generationen ….

November 21, 2018

„Werte kann man nicht lehren, sondern nur vorleben.“ (Viktor Frankl)

 

Googelt man nach den Begriff „LeaderShip“, dann kommen mehr als 800 Millionen Einträge. Wenn man die verwandten Begrifflichkeiten wie z.B. Führungsstile hinzuzieht, dann überschreitet man locker die Milliardengrenze. Einige Einträge liegen bereits Jahrzehnte zurück, andere wiederum sind mit weiteren Attributen wie „systemisches Leadership“ oder „eLeadership“ versehen. Ein zeitloses Thema das uns wohl auch in ferner Zukunft beschäftigen wird. Die Erde, die Zeit, unser Leben dreht sich unabhängig, ob wir scheinbar stillstehen oder in Bewegung sind. Veränderungen sind unser Alltag, sich selbst führen eine lebenslange Aufgabe.

 

„Wenn Du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen, Aufgaben zu vergeben und die Arbeit einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten endlosen Meer.“ (Antoine de Saint Exupéry)

 

 

Doch ist das wirklich so einfach? Wenn ja, warum ist dann Leadership immer wieder ein so großes Thema?

Einer der größten und vorbildhaftesten Führungspersönlichkeiten war „Sir Ernest Shackleton“. Ein Expeditionsleiter der zwischen 1908 und 1921 mit seinen Crews unvorstellbares in der Antarktis vollbracht hat. Er hat zwar seine Expeditionsziele nie vollends erreicht, doch sein Führungsverhalten ist heute berühmter als jemals zuvor und sollte in keiner guten Management- und Führungsausbildung fehlen.

 

Das Besondere: Uneingeschränktes Vertrauen der gesamten Crew

Trotz aller Schwierigkeiten hat Ernest Shackleton nie den Rückhalt seiner Mannschaft und keinen einzigen Expeditionsteilnehmer auf seiner berühmtesten Endurance-Expedition verloren.

 

„Nur wenige Menschen sehen ein, dass sie letztendlich nur eine einzige Person führen können und auch müssen. Diese Person sind sie selbst.“ (Peter Drucker)

 

Sein Credo: Achtsamkeit, Klarheit, Zielstrebig, Begeisternd und Vertrauensvoll

Dabei legte Shackleton besonders darauf Bedacht nur jene Menschen um sich zu haben die seine Forschungsbegeisterung teilten. Menschen die für die Vision und für ihre Aufgabenstellungen brennen, Ideen einbringen und Verantwortung für ihren Teil der Mission übernehmen. Den Kern der Mannschaft bildeten Führungskräfte die sein Führungsverständnis teilten und vor allem loyal waren. Neben erfahrenen Fachleuten wurden ebenso außergewöhnlich begabte Leute angeheuert. Leute die den Job unbedingt wollten, sich nicht vor niedrigen Pflichten drückten und Optimisten. Denn optimistische Menschen fällt Loyalität leichter als jenen, die lange Gesichter machen.

 

„Die zentrale Kernkompetenz von Führung ist Charakter.“
(
Warren Bennis)

 


Seine Überzeugung: Werte, Vorbildwirkung, Haltung, Loyalität

Seine Werte und wie diese zu leben sind, waren ihm besonders wichtig. Jeder Mitwirkende kannte seine Aufgaben, Fähigkeiten und Verantwortungen, und wusste was von ihm erwartet wurde. Mit jedem neuen Crew-Mitglied wurde dasselbe Onboarding durchgeführt.

 

„Loyalität das höchste Gut: Das WIR steht vor dem ICH!“

 

Die Kultur, das Führungsverständnis, welche sichtbar gelebt werden, ist der Schlüssel zum Erfolg.

Shackleton rekrutierte Männer mit Fachkenntnissen über welche er selbst nicht verfügte. Umso mehr musste er sich auf deren persönlichen Eigenschaften und auf die Organisation verlassen. Um diese Menschen zu finden, setze Shackleton auf kreative und unkonventionelle Vorstellungsgespräche und interessierte sich nicht nur für deren beruflichen Erfahrungen und Fachwissen, sondern gleichermaßen für deren Persönlichkeit, Wertvorstellungen, Lebens- und Arbeitseinstellung. Zugleich rüstete Shackleton die Mannschaft und das Schiff mit modernsten Werkzeugen aus und setze bewusste Maßnahmen die die Kameradschaft fördert.

Ein zentraler Erfolgsfaktor war sein Stellvertreter „Frank Wild“. Eine ebenso grandiose Führungspersönlichkeit und zu 100 % dem Ziel, der Mannschaft und Sir Ernest Shackleton ergeben. Fazit: Eine homogene Führungsmannschaft, geprägt von Leidenschaft, Zielstrebigkeit und Achtsamkeit.

 

„In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst!“
(Augustinus)

 

Welche Kernelemente formen nun ein außergewöhnliches Team, eine außergewöhnliche Organisation?

(teilweiser Auszug aus „Shackletons Führungskunst“ von Margot Morrell, Stephanie Capparell)

  • Schaffe von Beginn an Klarheit über die Vision, den Auftrag, der Strategie, den Strukturen, den Ziele und den damit verbundenen Risiken und Steuerungskriterien.
  • Information / Kommunikation / Aktion: Gebe regelmäßig Informationen weiter, welche die Mitarbeiter betreffen. Gut informierte Mitarbeiter sind engagierter. Unangenehme Entscheidungen so frühzeitig wie möglich. Speziell in Krisenzeiten ist es wichtig, dass alle einen Beitrag leisten können.
  • Klare Aufgaben und Verantwortungen. Aktives Feedback schafft Klarheit was erwartet wird.
  • Wenig traditionelle Hierarchie oder Cliquenbildungen. Guter Mix aus unterschiedlichen Herausforderungen und Routinearbeiten.
  • Förderung der Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Gruppen, schafft Vertrauen, Respekt und Freundschaft. WIR steht vor dem ICH.
  • Behandle alle Mitarbeiter gleich. Unparteilichkeit bei Verteilung von Belohnungen und Beurteilungen.
  • Vorbildwirkung. Mit gutem Beispiel vorangehen. Als Führungskraft selbst Hand anlegen.
  • Offen für Veränderungen (Beobachten mit Geduld): Veränderungen nur, wenn diese auf Verbesserungen abzielen. Nicht um Macht zu demonstrieren.
  • Konstruktives Krisenmanagement. Direkte Führung, schare die Unzufriedenen um dich. Hole aus unterschiedlichen Quellen Informationen und Rat, aber treffe als Führungskraft die Entscheidungen selber nach bestem Wissen und Gewissen.
  • Veranstaltungen um den Teamgeist zu festigen. Den Mitarbeiter die Gelegenheit bieten ihre Meinung offen zu sagen und gehört zu werden. Gelegenheiten bei denen der Mensch, die Persönlichkeit und nicht die Funktion im Vordergrund steht.

„Die beste Methode um die Intelligenz eines Führenden zu erkennen, ist, sich die Leute anzusehen, die er um sich hat.“ (Niccolò Machiavelli)

 

Die Route zum Erfolg liegt im Verständnis des Gesamtsystems und der Ziele. Erst wenn das System und die Wechselwirkungen von Entscheidungen bewusst sind, kann zeitgemäßes LeaderShip wirken und sich kontinuierlich weiterentwickeln. Das MySOP Modell bietet mit seinen Bausteinen eine pragmatische und praxiserprobte Vorgehensweise für den Aufbau und für die Veränderungen von Organisationen. Unabhängig von der Größe und Form der Organisation ob Verein oder Kapitalgesellschaft. LeaderShip bedeutet nicht nur Menschen zu führen, sondern ganze Unternehmungen. Speziell im Zeitalter der Digitalisierung ein entscheidender Faktor.

 

©Mayr-Consulting: <My>SOP – Standard Operation Procedure
©Mayr-Consulting: SOP – Standard Operation Procedure

 

Möglich, dass das Modell auf dem ersten Blick etwas kompliziert aussieht? Aber keine Sorge, es ist nicht kompliziert. Das Verhältnis vom Aufwand zum Nutzen ist einzigartig. Wichtig ist, den Überblick zu bewahren, sich nicht im Detail zu verlieren und ein gutes Verhältnis von Breite und Tiefe anzusetzen. Findet man seinen Einstieg in die Art des Denkens, dann lässt sich vieles mit einem ausgeprägten Hausverstand nachvollziehen. Die weiteren Schritte ergeben sich wie von selbst, und anhand von einfachen Methoden lassen sich zeitnah überraschende Ergebnisse erzielen.

Dabei werden natürlich auch die die modernen Trends wie z.B: „systemisches Leadership“ oder „agile Organisationsentwicklung“ mitbetrachtet. Das wichtigste dabei ist, dass sich Jeder auf sein eigenes Anliegen, auf seine individuelle Haltung fokussiert.

 

<My>SOP Modell – Leadership – auf einem Blick

Das LeaderShip „<My>SOP – Modell“ wird in 4 Stufen vermittelt. Die erste Informationsveranstaltung dauert ca. 2 Stunden. Der Kostenbeitrag ist 49 €. Bei weiterführenden Seminaren und Workshops wird der Kostenbeitrag vollständig angerechnet.

Die 4 Stufen im Überblick

  1. Informationsveranstaltung (Vorstellung der Inhalte, ca. 2 Stunden)
  2. <My>SOP Basis-Seminar: Vermittlung der wesentlichen Inhalten ( 12 Stunden)
  3. „Leadership & Kommunikationstraining“ (ein Mix aus Seminar, Workshops und Peer-gruppen (3 Tage)
  4. Leadership Expedition (7 Tage, Praxis am Meer)

Segelkenntnisse sind hilfreich, jedoch nicht notwendig. Erforderlich ist jedoch die Bereitschaft sich aktiv mit vollem Engagement einzubringen. Denn die beste theoretische Wissensvermittlung kann das praktische Erleben nicht ersetzen. Alles was wir erlernt haben, werden wir beim praktischen Führungs- und Segeltraining auf unserer „Leadership-Expedition“ vertiefen.

Die Planungen für 2019 sind im Laufen. Die ersten Informationsveranstaltungen sind für Jänner bereits geplant. Weitere Termine gerne auf Anfrage.

 

Termine für Informationsveranstaltungen im Jänner 2019

Wien/Umgebung:         17.01.2019, 18.01.2019

Graz/Umgebung:          21.01.2019, 22.01.2019

Bruck/Mur:                   24.01.2019, 25.01.2019

Beginn ist jeweils um18:30. Die Örtlichkeit wird bei Anmeldung bekannt gegeben.

 

Anmeldung unter LeaderShip@mayr-consulting.at

Gerald Mayr, MBA, MSc

+43 664 1231455

www.mayr-consulting.at

www.segelerlebnis.at

www.segel-coach.at